...die keine sind.
Viele Erfahrungen durfte ich in diesem Bereich schon machen. Immer wieder lasse ich Menschen in mein Herz und in mein Leben, von denen ich dachte, daraus würde sich eine wirklich gute Freundschaft entwickeln. Doch so wie es früher einmal war, zwischen 7 und 19, ist es mit niemanden mehr geworden.
Früher waren wir eine richtig große Mädchen-Clique (und einen ganzen Haufen Jungs als "Anhängsel"). Anfangs waren wir 6 Mädels die sich von der Schule her oder der Gegend wo wir wohnten kannten. Im laufe der Jahre hatte sich die Zahl weit mehr als verdoppelt (23 Weiber
).
Doch wie das Leben so spielt, jede von uns hat einen völlig anderen Weg eingeschlagen und diese wahnsinns Freundschaften zerbrachen in tausend Einzelteile. Man sieht sich heute noch ab und zu - rein zufällig beim einkaufen oder sonstwo in der Stadt (Berlin ist ein Dorf), doch zu erzählen haben wir uns schon lange nichts mehr. Dabei dachte ich früher uns könnte nichts und niemand auseinander bringen. Jede freie Minute haben wir zusammengehockt und wenn das nicht ging, wurden die Telefonleitungen heiß gequatscht
. Von den vielen Plänen die wir damals hatten, haben nur die wenigsten von uns wirklich etwas umsetzen können. Doch leider sind auch diese Wenigen nicht glücklich mit ihrer Lebenswahl - traurig aber wahr 
Mich haben damals die Tekkno-Partys von allem entfernen lassen. Jahrelang gab es nichts wichtigeres als Partys und Drogen (zum teil bis kurz bevor der Arzt kommt)
Anfänglich bin ich selbstverständlich mit "guten Freunden" dort hingegangen, aber dieses Leben läßt oft keine wirklich guten Freundschaften zu. Drei bis fünf Tage unterwegs, ohne schlaf, ohne essen und sehr oft auch ohne zu duschen oder sich umzuziehen verwirren den Geist
(leider merkt man das erst viel zu spät).
Die Menschen die mich in dieser Zeit begleitet haben, hatten selbredend die selben Probleme (ohne es zu merken) - Oberflächlichkeit läßt grüßen!
Nur wenn wir dann so richtig "drauf" waren wurden tiefgründige Gespräche geführt (woran man sich im nachhinein kaum noch errinnern konnte).
Außerhalb der Parties mußte man sich ausruhen und dafür Sorge tragen, das die nächste Party organisiert wurde und genügend "gute" Drogen am Start waren. Krank war ich in dieser Zeit komischerweise so gut wie nie. Ganz im Gegenteil, ich fühlte mich stark wie ein Bär und hatte Energie, die nie zu Enden schien.
Ich habe eine 8 jährige Beziehung geführt in dieser Zeit, 24 "gute Freunde" gehabt (so lange ich gut drauf war! Als ich dann mit allem aufhören wollte und regelrecht um Hilfe geschriehen habe, war keiner mehr da), den Mann meiner Träume gehen lassen
(den habe ich nach meiner Beziehung kennengelernt - etwas anderes kommt auch heute noch nicht für mich in Frage!), meiner Mutter das Herz gebrochen, gelogen, gestohlen und jede Menge Schulden gemacht. So wie ich gelebt habe, haben auch meine "guten Freunde" in dieser Zeit gelebt...
...nur einer blieb übrig, aber von dem erzähle ich ein anderes mal.